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Positive Gedanken programmieren

Positive Gedanken programmieren

An manchen Tagen ist einfach der Wurm drin: erst verschläfst Du, weil Dein Handy Akku leer ist, dann ärgerst Du Dich darüber ihn nicht am Vorabend aufgeladen zu haben.

Dann hat Dein Nachbar Dich zugeparkt und Du musst ihn erst darum bitten sein Auto wegzufahren, zwischenzeitlich beißt Du bereits in Gedanken in Dein Lenkrad.

Dann kommt der Abteilungsleiter mit einem neuen Auftrag an, ohne Dir zu sagen wie Deine Abteilung den bewältigen soll. Dein Auto steht im Halteverbot da Du zu spät warst und zu Hause ist die Heizung ausgefallen. Selbst Dinge, die nur halb so schlimm sind, erscheinen Dir plötzlich wie unüberwindbare Hindernisse.

Wenn Du an manchen Tagen das Gefühl hast, dass Du alles durch einen negativen Filter siehst, trügt Dich Dein Gefühl nicht: Negative Ereignisse haben einen besonderen Stellenwert in unserem Gehirn.

Warum das so ist und wie auch Du aus dieser Abwärtsspirale herauskommst:

Zunächst musst Du wissen, dass Dein Gehirn negative Ereignisse stärker beachtet, denn wir Menschen achten sehr gerne unbewusst auf alle negativen Dinge. Unser Gehirn ist schlicht und ergreifend nicht durchgehend auf positive Stimmung programmiert.

Negative Ereignisse haben sehr viel mehr Platz in unserem Gedächtnis als Positive. Das liegt daran, dass die Regionen die unser Gedächtnis organisieren und mit einer Zeitachse versehen, dieselben Regionen sind, die auch negative Empfindungen verarbeiten. Im Klartext: Wenn uns etwas Schlechtes widerfahren ist oder wir eine Niederlage einkassieren mussten, bleibt uns das meist besser im Kopf als unsere Erfolge.

Was zunächst klingt als wären wir dadurch im Nachteil, ergibt jedoch durchaus Sinn, Du erinnert Dich an schlechte Ereignisse, um daraus zu lernen. Deswegen erinnerst Du Dich oft intensiver an Niederlagen als an Siege.

Dass Du negative Dinge stärker wahrnimmst ist deswegen nicht verkehrt, kritisch wird es nur, wenn das Negative die Oberhand gewinnt.

So entkommst Du der Abwärtsspirale der negativen Gedanken:

Wenn Du merkst, dass Du im Moment einfach nicht aus der Negativität herauskommst, dann kannst Du es mit einem beliebten Trick aus dem NLP versuchen: Dem Reframing

Das Prinzip ist recht simpel, die Umsetzung ist jedoch nicht ganz so einfach:

Deute die Dinge die Dich beschäftigen und bedrücken um und gib ihnen einen anderen positiveren Rahmen.

Wenn Du zum Beispiel Lampenfieber hast oder wegen einer Situation unter Stress stehst, solltest Du diese körperliche Empfindung nicht als Schwäche interpretieren. Anstatt zu denken „Ich versage gleich, ich stehe kurz vor dem Blackout“ kannst Du die Situation zum Beispiel wie folgt umdenken: „Okay, mein Körper stellt sich gerade auf Leistung ein. Diese Nervosität ist wichtig um Leistung zu erbringen.“

Wenn Du verstanden hast, dass Stressreaktionen des Körpers wichtig sind um geistige Leistungen zu erbringen, wirst Du in der nächsten Stresssituation deutlich gelassener bleiben und das ist bereits wissenschaftlich bewiesen. Personen denen man vor einem schwierigen Test sagt, dass schwitzige Hände und ein pochendes Herz ein positives Zeichen geistiger Stärke ist, schneiden in den Tests besser ab, als wenn man sie als Nervenbündel alleine lässt.

Auch Schicksalsschläge und Unfälle bleiben uns im Gedächtnis sehr präsent, weil wir eine hohe emotionale Erinnerung an diese Situationen haben.

Wie zieht man nun das Beste daraus ??

Die beste Art mit so etwas umzugehen ist es zu verarbeiten, anstatt es zu verdrängen. Du kannst Dir die Situation nochmal vorstellen und durchspielen, denn dadurch baust Du eine gewisse Distanz dazu auf.

Hier kommt das Stichwort Reframing wieder ins Spiel:

Du darf Dich nicht davon runterziehen lassen, sondern die Möglichkeit der Verbesserung sehen.

Raus aus der Gedanken-Routine:

Was ist, wenn Du so tief in der Abwärtsspirale steckst, dass Reframing allein nicht reicht ??

Natürlich ist es wichtig eine Niederlage zu verarbeiten — Du darf sie aber nicht immer und immer wieder durchkauen und in eine Denkfalle geraten.

Hier ist Abwechslung wichtig:

Sportler, die eine Niederlage erleiden können zum Beispiel ihr Training verändern, an einem anderen Ort trainieren oder andere Sportarten ausprobieren. Bei einem negativen Ereignis solltet Du also unbedingt Routinedinge vermeiden, weil dann die Hirnregionen anspringen, die gedanklich immer wieder alles durchkauen. Geh raus in die Natur und erlebe neue Dinge. So bleibst Du nicht in Deinem Alltagstrott, sondern kommst in einen anderen Denkrhythmus.

Selbstverständlich kannst Du Dir nicht alles schönreden. Du kannst in der Tat durch das Umdeuten von Situationen Dein Gehirn dazu bringen, dass es jetzt dieses negative Ereignis nicht mehr überbewertet.

Glück ist nicht alles:

Im Grunde kommt es darauf an, dass Du verstehst, dass das Negative für Dein Gehirn extrem spannend und lehrreich ist. Satt und zufrieden ist kein schöner Zustand für Dein Gehirn, denn auf Dauer wird ihm langweilig. Deswegen ist das Negative für Dein Gehirn von besonderem Interesse und deswegen nimmst Du es stärker wahr. Es darf nur nicht die Oberhand gewinnen.

Dass gute Laune nicht so wichtig ist, wie aus Negativem zu lernen, kann ich gar nicht genug betonen. Aus Negativem lernst Du, denn Du hast eine Lernerfahrung gemacht und wenn Du gescheitert bist, dann bist Du gescheiter.

Glückliche Menschen verändern nicht die Welt. Das Paradies darfst Du Dir nicht als tollen Ort vorstellen, denn dauerhaftes Glück nervt irgendwann. Die Hirnforschung hat bereits herausgefunden, dass gute Laune nur dann gut ist, wenn sie irgendwann vorbei geht.

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